Berlin

Jüdisches Museum symbolisch übergeben, Eröffnung am Sonntag

Die Berliner Kultursenatorin Adrienne Goehler hat am Mittwoch in Berlin das Jüdische Museum an Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin übergeben. An der Übergabe nahm der Direktor des Museums, Prof. Dr. Michael Blumenthal, teil. Das im Januar 1999 fertiggestellte, von Daniel Libeskind entworfene Museum war mit Datum 1. September von einer öffentlich-rechtlichen Stiftung des Landes Berlin in eine Bundesstiftung übergegangen. Am 9. September wird die Ausstellung im Jüdischen Museum feierlich eröffnet.

Der Kulturstaatsminister sagte: "Die wichtige Rolle jüdischer Kultur und jüdischen Glaubens für die Kulturentwicklung in Deutschland, aber auch die unwiederbringlichen Verluste aus den Zeiten der Verfolgung und des Völkermordes werden hier veranschaulicht." Es sei zu erwarten, dass das Museum große Aufmerksamkeit im In- und Ausland erfahren wird. Dies sei ein Signal für die Zukunft jüdischer Kultur in Deutschland sowie die besondere historische Verantwortung der Deutschen.

Der Gebäude des Jüdischen Museums konnte in den vergangenen zwei Jahren bereits besichtigt werden konnte. Es wird in Zukunft eine Dauerausstellung zum Thema jüdisches Leben in Deutschland beherbergen. Das unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Blumenthal realisierte Konzept ist einmalig und unterstreicht die Vielfalt jüdischer Kultur und Traditionen in der deutschen Geschichte. Ein Informationszentrum,eine Bibliothek, Archive sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen runden das wissenschaftliche Profil des Museums ab. Gleichzeitig haben die Wissenschaft wie auch Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich umfassend über die Aspekte des jüdischen Lebens zu informieren. Zu den Archiven gehört auch das Dokumentationsarchiv des New Yorker Leo-Baeck-Instituts.

Das Museum ist eine von vier Einrichtungen (Haus der Kulturen der Welt, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Martin-Gropius-Bau), die der Bund im Rahmen des Hauptstadtkulturvertrages vollständig in seine Zuständigkeit übernommen hat. Der Bund fördert das Museum jährlich mit einem Betrag von 24 Millionen Mark .

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