Russischer Vizepräsident

Präziser Militärschlag in Afghanistan nicht möglich

Der ehemalige russische Vizepräsident Alexander Ruzkoi hält einen präzisen Militärschlag gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge in den USA, Osama Bin Laden, für unmöglich. Er sei verwundert über "das Unverständnis in der internationalen Öffentlichkeit", sagte der langjährige Afghanistan-Kämpfer am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen". Afghanistan sei viel zu groß und unübersichtlich.

Ruzkoi betonte: "Wenn einige glauben, dass man einen Schlag gegen Kabul oder auf andere Siedlungen führen könnte, ist das eine Fehlkonstruktion." Bin Laden finden zu wollen, sei dasselbe, "wie eine Nadel im Heuhaufen zu suchen". Man könne zwar den "Heuhaufen abbrennen" und dann "in der Asche diese Nadel finden". Solche Aktionen halte er aber nicht für berechtigt, fügte der General a.D.hinzu.

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