Deutscher Umweltpreis
Größter europäischer Umweltpreis
Preisträger Dr. Franz Ehrnsperger, Chef der Neumarkter Lammsbräu in Bayern, sei einer der bedeutendsten Pioniere des betrieblichen Umweltmanagements, ein „Musterunternehmer für die Verbindung von Ökonomie und Ökologie“. Gegen die breite Skepsis zahlreicher Kritiker habe er Ende der 70er Jahre den Ökologiegedanken entwickelt und an ihm festgehalten, ohne sich kurzfristigen Trends oder konventionellem Marktdruck zu beugen. Dabei habe er erst funktionierende Strukturen schaffen müssen, um sein Motto „Das Reinheitsgebot des Bieres beginnt auf dem Acker“ umsetzen zu können. Kompromisslos habe er auch im eigenen Betrieb Umweltschwachstellen beseitigt.
Meilensteine gesetzt im Umweltschutz in Deutschland habe auch Preisträger Dr. Wolfgang Feist, Chef des von ihm selbst gegründeten Passivhaus-Instituts (PHI) in Darmstadt. Passivhäuser sind hoch gedämmte Gebäude mit einem jährlichen Heizenergieverbrauch von weniger als 15 Kilowattstunden je Quadratmeter, bei denen auf Heizkörper und das sonst notwendige Wärmeverteilnetz verzichtet werden kann. Feist sei es in über zwanzigjähriger Pionierarbeit gelungen, auf der Basis hervorragender wissenschaftlicher Leistungen die Fachwelt von den ökologischen, ökonomischen, gesundheitsrelevanten und architektonischen Vorteilen der Passivhaustechnik zu überzeugen und dieses Konzept auch am Markt einzuführen. Dadurch sei ein Quantensprung in der Entwicklung energiesparender Gebäude möglich geworden.
Preisträger Prof. Dr. Auernhammer, Fachgebiet Technik im Pflanzenbau des Department für Biogene Rohstoffe und Technologie der Landnutzung der Technischen Universität München, sei Begründer einer umweltschonenden Landwirtschaft, in der mithilfe moderner Technologie eine auf kleinste Standorte zugeschnittene Unkrautregulation und Düngung möglich geworden sei. Äcker könnten so gezielt und differenziert bewirtschaftet werden, dass Überdüngungen und Nährstoffüberhänge praktisch ausgeschlossen werden könnten. Diese „Präzisions-Landwirtschaft“ sei nicht nur wesentliche Grundlage für einen deutlich verbesserten Schutz des Grundwassers. Sie verringere auch die Gefahren für die Artenvielfalt und trage so erheblich zur Umweltentlastung bei.
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Am 17. Okt. 2001 unter:
artenschutzStichworte:
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USA bombardieren weiter Städte in Afghanistan »

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