Goldabbau in Ghana

Menschenrechte verletzt für Profit

Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First - Informationen und Aktionen)fordert härtere Maßnahmen, um die schweren Menschenrechtsverletzungen beim Goldbergbau in Ghana zu stoppen. In Ghana wurden in den letzten Jahren im großen Umfang Menschen vertrieben und ihrer Existenzgrundlage beraubt, Wasser und Fischgründe wurden durch Chemikalien vergiftet. Zusammen mit Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen in Ghana legt FIAN deshalb heute eine Petition für ein verändertes Minengesetz in Ghana vor. Die Petition fordert unter anderem eine bessere Untersuchung der Abbaulizenzen, die Beteiligung der Betroffenen an dem Entscheidungsprozeß, klare Entschädigungsregeln und den Abbau steuerlicher Ausnahmeregeln für den Bergbau.

Die Organisationen wenden sich damit gegen einen Entwurf der ghanaischen Regierung, der auf Vorschlägen der Weltbank beruht und eine weitere Liberalisierung anstrebt. „Die Liberalisierung würde weitere Menschenrechtsverletzungen fördern“, erklärte Ulrich Müller, Goldreferent bei FIAN Deutschland. Dabei hat die nationale Menschenrechtskommission Ghanas erst dieses Jahr offiziell die schweren Menschenrechtsverletzungen durch den

Goldbergbau bestätigt.

Auch die Bundesregierung müsse ihren Einfluss geltend machen. Immerhin hat auch die Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG) den Bergbau in Ghana durch Kredite gefördert. Der Entwurf wurde zusammen mit der ”Wassa Association of Communities Affected by Mining” (WACAM) und der Ghanian League of Environmental Journalists (LEG) erarbeitet.

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