Streit um Legehennenverordnung
Tierschützer hoffen auf Wende in der Landwirtschaft
Wenn der Bundesrat der Verordnung zustimme, habe dies sofortige Auswirkung auch auf andere Haltesysteme, betonte Apel. Er verwies allerdings darauf, dass einige Bundesländer wie Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern die gesetzliche Bestimmung bislang nicht mittragen wollten. Neben dem Verbot der Käfighaltung verlangte Apel eine Kennzeichnungspflicht für Eier. Die Herkunft jedes einzelnen Eis müsse für Verbraucher nachvollziehbar sein. Dadurch könne auch die Ertragsquote gesteigert werden. Die meisten Deutschen seien Umfragen zufolge gegen Käfighaltung und drückten dies in ihrem Kaufverhalten aus, sagte der Verbandspräsident.
Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) rief die Ministerpräsidenten der Länder zur Zustimmung auf. Mehr als 40 Millionen Legehennen würden in Deutschland in viel zu engen Käfigen gehalten, betonte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm in Berlin. Der Vorsitzende des Bundestagsagrarausschusses, Peter Carstensen (CDU), lehnte die Legehennenverordnung in ihrer derzeitigen Form dagegen strikt ab. Sie bedeute für den Tierschutz keinerlei Verbesserung, da die bestehenden Probleme ins Ausland verlagert würden. Der Verordnungsentwurf sieht vor, die Haltung der Tiere in herkömmlichen Käfigen vom Jahr 2006 an zu verbieten.
BUND-Chef Timm wies darauf hin, dass die artgerechte Haltung von Hennen das einzelne Ei nur geringfügig verteuere. Die meisten Menschen akzeptierten dies im Sinne des Tierschutzes. Nach Carstensens Einschätzung sind Verbraucher hingegen kaum bereit, für Eier und Eiprodukte mehr auszugeben. Daher werde es zu verstärktem Import führen, wenn die Produktion von Eiern in Deutschland verteuert werde.
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Am 03. Okt. 2001 unter:
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