Atomtransport

Castortransporte aus Esenshamm rollen

Aus dem Atomkraftwerk Unterweser im niedersächsischen Esenshamm ist am frühen Dienstagmorgen ein Atomtransport in die britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield gestartet. Wie ein Sprecher mitteilte, verlaufe der Transport gegenwärtig reibungslos. Zuvor waren bei einer Protestaktion der Umweltorganisation Greenpeace vor dem Kraftwerksgelände nach Polizeiangaben insgesamt 17 Aktivisten in Gewahrsam genommen worden.

Zwölf Aktivisten hatten sich nach Greenpeace-Angaben vor der Abfahrt des Transportes auf den Gleisanlagen vor dem Kraftwerksgelände angekettet. Die Polizei habe diese Aktion beendet. Greenpeace plant nach eigenen Angaben keine weiteren Proteste gegen den Atomtransport. Energie-Experte Veit Bürger schloss aber nicht aus, dass andere Anti-Atomkraftgruppen Aktionen gegen die Castor-Fracht aus Esenshamm starten könnten.

Greenpeace zufolge waren Aktivisten mit drei großen Leitern auf die Gleisanlagen geklettert und hatten dort in fünf Meter Höhe Transparente in Form von Stoppschildern entfaltet. Mit der Aktion fordere Greenpeace ein sofortiges Ende der Atomtransporte.

Der Transport soll im Laufe des Tages die Grenze nach Frankreich passieren und später von der Schiene auf ein Schiff umgeladen werden.

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