Schiffahrtssicherheit in der Ostsee

Maritimes Lagezentrum wird in Cuxhaven eingerichtet

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den zweiten Sachstandsbericht der Projektgruppe Maritime Notfallvorsorge zur Kenntnis genommen. Daraus geht hervor, dass sich Bund und Küstenländer auf die Einrichtung einer einheitlichen Einsatzleitung für den Fall eines schwerwiegenden Seeunfalls verständigt haben. In Cuxhaven soll ein "Maritimes Lagezentrum" eingerichtet werden, das im 24-Stunden-Dienstbetrieb arbeitet und alle relevanten Informationen sammelt. Bei einer Havarie übernimmt der Leiter dieses Havariekommandos die Führung des Einsatzes. Er kann allen Bundes- und Landesbehörden, die für den Einsatz erforderlich sind, Aufträge erteilen, eine Maßnahme, die auch von Greenpeace nach dem letzten Unfall eines Tankers in der Kadetrinne gefordert worden war. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und die Bundesmarine sollen durch Kooperationsvereinbarungen in die Arbeit des neuen Lagezentrums einbezogen werden.

Noch in diesem Jahr wird ein Aufbaustab eingesetzt; im nächsten Jahr, nach dem Abschluss der Vereinbarungen zwischen dem Bund und allen Küstenländern sowie der Schulung und Einarbeitung des Personals, soll das neue Lagezentrum seine Arbeit in Cuxhaven aufnehmen. Die Projektgruppe Maritime Notfallvorsorge, die aus den zuständigen Bundesministerien und den Küstenländern besteht, wurde am 15. März 2000 unter der Federführung des Bundesverkehrsministers eingerichtet, um das bisherige Notfallkonzept von Bund und Küstenländern weiter zu

entwickeln.

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