Afghanistan
Forum Frauen für Direkte Demokratie verurteilt Bombardierung von Lebensmittellag
Das Forum bezweifelt die offizielle Erklärung, es habe sich um einen Unfall gehandelt: „Wenn eine Kamera von einem Satelliten aus eine Autonummer lesen kann, kann es dann ein Unfall sein, dass ausgerechnet derselbe Gebäudekomplex des IKRK zielgenau gleich zweimal hintereinander am hellichten Tag getroffen wurde? Zumal jeder das rote Kreuz auf weissem Grund auf den Dächern in der Funktion des internationalen universellen Schutzemblems sehen konnte, wenn er es sehen wollte.“
Das IKRK bombardieren heisse eine Hilfsorganisation bombardieren, die jeden Menschen ungeachtet seiner Nation, Rasse oder Religion zu Land und zur See in Not schützt. Dieses IKRK, das explizit die menschliche Person, seine Grundrechte, den Respekt vor seiner Würde und deren Schutz in den Mittelpunkt stellt, zu bombardieren, ist mehr als niederträchtig, beklagt das Forum Frauen für Direkte Demokratie.
Weiter erklärt das Forum: „Zwar verlangen auch wir eine gerechte Verurteilung der Täter vom 11. September, wie wir in jedem anderen Fall von Unrecht auf der Welt auch Gerechtigkeit einfordern. Dieser Krieg aber wird von der Bush-Regierung gegen Unbekannt geführt. Ohne der Welt einen gerichtstauglichen Beweis zur Täterschaft geliefert zu haben, hat die US-Regierung aus dem Blauen heraus sogenannte Fakten und sich damit eine Rechtfertigung geschaffen, um ihren Krieg zu beginnen (Verteidigungsfall gemäss Nato-Vertrag Art. 5). Die Tatsache, dass Frauen, Kinder, Kranke und ältere Menschen, die fliehen oder nicht mehr fliehen können, von Bomben zerfetzt oder durch Hunger elendiglich zu Tode kommen, wird heute menschenverachtend als "Kollateralschaden" bezeichnet. An vielen Orten der Welt ist Feuer gelegt. Nach der Bombardierung der IKRK-Depots als einer klaren Verletzung des humanitären Völkerrechts ist jetzt der Türspalt zum weltweiten Krieg weiter geöffnet. Wir Frauen aber wollen keinen Krieg! Wir wollen nicht, dass sich der Bombenterror gegen das IKRK und gegen das afghanische Volk und sein Land zu einem Steppen- und Weltbrand ausweitet.“
Das Forum ruft dazu auf, bei den Regierungen gegen die Ausweitung der Kriegshandlungen zu protestieren und eine friedliche Lösung der Konflikte herbeizuführen. Für das 'Forum Frauen für Direkte Demokratie': Dr. phil. Titine Kriesi, Madeleine Dommen und Dr. med. Lilly Merz. Kontakt: Dr. Titine Kriesi, Telefon: 0041 71 910 27 54 oder FAX: 0041 71 910 28 45
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Am 14. Nov. 2001 unter:
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