Münchner Vergewaltigungsfall

Kein Massen-Gentest geplant

Trotz der bislang ergebnislosen Suche nach dem Vergewaltiger einer siebenjährigen Münchner Grundschülerin wird die Polizei keinen Massen-Gentest einsetzen. Die bayerische Landeshauptstadt sei zu groß für diese Fahndungsmaßnahme, sagte Polizeisprecher Wolfgang Wenger der Münchner "Abendzeitung" vom Mittwoch. Ein Massentest sei nur bei einem überschaubaren Verdächtigenkreis sinnvoll. Außerdem sei nicht sicher, dass der Täter aus München komme.

Der Gesuchte hatte am 19. Oktober auf der Toilette einer Mädchen-Klosterschule eine Erstklässlerin vergewaltigt und fast erwürgt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes und schweren sexuellen Missbrauchs. Bei dem Vergewaltiger handelt es sich nach Überzeugung der Polizei um einen Mehrfachtäter. Der Gesuchte soll bereits im August eine 20-jährige Putzfrau im Keller einer Münchner Frauenklinik bewusstlos geschlagen und vergewaltigt haben.

Nach Angaben der Sonderkommission waren bis zum Dienstag von 128 Männern freiwillige Speichelproben genommen worden. Das dadurch gewonnene DNA-Muster wurde mit der DNA-Datei abgeglichen. Dabei gab es keine Übereinstimmung. Außerdem haben die Ermittler damit begonnen, Speichelproben von polizeilich bekannten Sexualtätern zu nehmen. Insgesamt gingen bei der Sonderkommission bislang 490 Hinweise ein.

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