Afghanistan-Festnahme

Shelter-Now-Mitarbeiter nach drei Monaten Haft frei

Nach mehr als drei Monaten Haft sind die in Afghanistan festgehaltenen Shelter-Now-Mitarbeiter wieder frei. Die acht Entwicklungshelfer aus Deutschland, Australien und den USA kamen nach einer dramatischen Rettungsaktion in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad an. Einer der Freigelassenen, der Deutsche Georg Taubmann, sagte, er und seine Kollegen hätten bis zur letzten Minute Sorge gehabt, die Befreiungsaktion könnte scheitern. Sie hätten beinahe aufgegeben. Nach den Worten des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer, geht es den Entwicklungshelfern den Umständen entsprechend gut. Es sei kein Lösegeld gezahlt worden.

Medienberichten zufolge nahmen die Taliban die Entwicklungshelfer beim Verlassen von Kabul mit und sperrten sie über Nacht in einen Container. Dort wurden sie offenbar am nächsten Tag von US-amerikanischen Einheiten gefunden und später mit einem Kampfhubschrauber nach Pakistan ausgeflogen.

Dass die Freilassung und die Ausreise nach Pakistan ohne Zwischenfälle abliefen, nannte Taubmann ein Wunder. Volmer sagte, die Entwicklungshelfer hielten sich derzeit in den entsprechenden Botschaften in Islamabad auf

Shelter Now habe Kontakt zu einer Spezialeinrichtung aufgenommen, wohin man die Mitarbeiter nach ihrer Rückkehr einladen wolle. Dort stünden Experten bereit, die auf die Probleme von Geiselhaft und die spätere Betreuung der Betroffenen spezialisiert seien.

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