Massentierhaltung
Greenpeace protestiert mit Strohballen vor Unilever-Fleischwerk
"Die Konzernlenker von Unilever stellen sich immer noch taub", sagt Martin Hofstetter, Landwirtschafts-Experte von Greenpeace. "Dabei ist seit dem Sommer bekannt, welche skandalösen Zustände in den Ställen herrschen. Dieser Umgang mit den Tieren ist verantwortungslos und gefährdet auch Mensch und Umwelt." Greenpeace fordert Unilever auf, kein Fleisch mehr aus Massentierhaltung zu beziehen und damit auch ein Zeichen zu setzen für andere Nahrungsmittelunternehmen.
Puten werden in Stallanlagen mit bis zu 20 000 Tieren im Schnelldurchgang auf über 20 Kilogramm gemästet. Viele Tiere erkranken durch die enge Haltung und sterben während der Mast. Als Folge der Turbomast entzünden sich Gelenke und Brustmuskulatur der Tiere. Wegen der schlechten Haltungsbedingungen werden den Tieren massiv Antibiotika verabreicht. Das Schweinefleisch für "Bifi" bezieht Unilever von dem dänischen Schlachtunternehmen Danish Crown. Das Unternehmen ist in der Lage, auf Gen-Soja im Schweinefutter zu verzichten: Für Fleischabnehmer aus Großbritannien wird diese Bedingung bereits erfüllt.
Das Fleischwerk des Unilever-Konzerns ist einer der größten Arbeitgeber im Raum Ansbach. Mit Flugblättern informieren die Greenpeace Aktivisten die Belegschaft des Werks darüber, dass sich der Protest nicht gegen sie persönlich richtet. "Wir wollen, dass Unilever Fleisch verarbeitet, dass von Tieren aus artgerechter Haltung stammt. Das kann auch die Belegschaft des Fleischwerkes unterstützen, denn nur qualitativ hochwertige Lebensmittel können langfristig am Markt bestehen. Wer auf Qualität der Lebensmittel achtet, muss sich auch für eine bessere Tierhaltung und Fütterung einsetzen."
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Am 28. Nov. 2001 unter:
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