Wirtschaftsentwicklung
Ifo-Institut: Deutsche Konjunktur geht weiter abwärts, mehr Arbeitslose
Nach Ansicht der Konjunkturexperten des Instituts dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland von 0,5 Prozent im laufenden Jahr im kommenden Jahr nur auf 0,6 Prozent verbessern. Damit liegt die Ifo-Prognose mit der aktuellen Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) gleichauf an der unteren Erwartungsschwelle. Voraussetzung dafür sei, dass es zu keinen weiteren massiven terroristischen Anschlägen kommt, die militärische Auseinandersetzung in Afghanistan bald beendet wird und sich der Palästinakonflikt nicht zu einem Flächenbrand im Nahen Osten entwickelt.
Dabei werde auch unterstellt, dass der Importpreis für Rohöl in den westlichen Industrieländern im Jahresdurchschnitt 2002 mit rund 20 US-Dollar pro Barrel weiterhin auf dem derzeitigen Niveau liegt, heißt es weiter. Im ablaufenden Jahr wurde ein Durchschnittspreis bei knapp 25 US-Dollar ermittelt.
Deutschland bleibt laut Ifo-Analyse beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) das Schlusslicht in Europa. In der Eurozone werde das BIP um reichlich 1,25 Prozent (2001: 1,5) Prozent steigen. In den USA werde sich die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um ebenfalls 1,25 Prozent (2001: 1,0) Prozent erhöhen. Trotz einiger abweichender Meldungen werde die Einführung des Euro-Bargeldes weitgehend preisneutral erfolgen, schätzt das Institut ein. Der Verbraucherpreisanstieg dürfte sich im nächsten Jahr auf 1,5 Prozent belaufen nach 2,5 Prozent in diesem Jahr. Die Arbeitslosenzahl werde im Frühjahr saisonbereinigt die Vier-Millionen-Schwelle überschreiten und im Jahresdurchschnitt bei vier Millionen liegen nach 3,853 Millionen im diesem Jahr. Die Arbeitslosenquote wird bei 9,3 Prozent erwartet (2001: 9,1).
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Am 19. Dez. 2001 unter:
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