Bundeswehr

Erkundungssoldaten für Afghanistan-Einsatz abgeflogen

Das internationale Soldatenteam für den UN-Einsatz in Afghanistan ist in der Silvesternacht von Großbritannien aus zum Hindukusch abgeflogen. Die Maschine der deutschen Luftwaffe startete mit rund 50 Offizieren aus allen 18 Ländern, die Soldaten für die Mission stellen, von einem Militärflugplatz bei London. In dem Trupp sind auch neun Offiziere der Bundeswehr. Die Offiziere sollen prüfen, unter welchen Bedingungen die Soldaten bei ihrem Einsatz in der afghanischen Hauptstadt Kabul und ihrer Umgebung untergebracht und versorgt werden können.

Die Kontingente der rund 5.000 Soldaten aus den verschiedenen Nationen werden in den nächsten Wochen nach Afghanistan aufbrechen. Sie haben die Aufgabe, die Übergangsregierung in Kabul zu schützen.

Die 50 Offiziere hatten bereits am vergangenen Freitag bei London über Einzelheiten des Einsatzes beraten. Sie wollten schon am Samstag nach Kabul oder dem 40 Kilometer entfernten Flugplatz Bagram fliegen. Die unsicheren Verhältnisse auf beiden Flughäfen hatten aber immer wieder den Abflug verzögert.

In einigen Tagen sollen die Mitglieder des Erkundungstrupps in die einzelnen Heimatländer zurückkehren und berichten. Erst danach legt jedes Land, auch Deutschland, die Einzelheiten für die Einsätze in Afghanistan fest.

Verteidigungsminister Rudolf Scharping hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die deutschen Soldaten in den gefährlichsten und schwierigsten Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr gehen.

Das deutsche Vorauskommando mit rund 200 Fallschirmjägern aus dem ostfriesischen Varel und Oldenburg sowie 70 Niederländer und Dänen werden so früh wie möglich aufbrechen, hatte der Minister angekündigt. Danach folgen die anderen Bundeswehrsoldaten mit schwerem Gerät. Der Bundestag hatte bis zu 1.200 Soldaten der Bundeswehr für den Einsatz bestimmt. Eine Anzahl von ihnen wird für Transportaufgaben auch in Afghanistan angrenzenden Ländern stationiert.

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