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Sozialverband fordert Krankenversicherung für alle Erwerbstätigen

Prävention & Versicherung

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert angesichts der dramatischen Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung. In diese müssten alle Erwerbstätigen und ihre mitversicherten Familienangehörigen einbezogen werden, sagte Verbandspräsident Peter Vetter am Freitag in Berlin. Darüber hinaus müsse die Bundesregierung die Krankheitsvorbeugung durch neue Programme verbessern. Dies müsse den Ausbau der Früherkennung ebenso umfassen wie Entwöhnungsprogramme bei Suchtmittelabhängigkeit, schlug Vetter vor.

Notwendig sei auch die rasche Einführung einer Positivliste mit verschreibungsfähigen Arzneimitteln. Weiter unterstützt der Sozialverband die Regierung bei ihrem Vorhaben, den Hausarzt zum Lotsen im Gesundheitswesen zu machen und "Scheininnovationen" aus dem Medikamentenmarkt zu verbannen. Notwendig sei darüber hinaus aber eine Halbierung des Mehrwertsteuersatzes auf Arzneien und eine deutliche Aufstockung des Apothekenrabatts an die Kassen. Auch müssten Apotheker finanziell belohnt werden, wenn sie preisgünstige Medikamente abgeben.

Um Abrechnungsbetrug der Ärzte zu bekämpfen sollte den Patienten nach Ansicht des SoVD vierteljährlich ein "einfach gestalteter und nachvollziehbarer Abrechnungsnachweis" vorgelegt werden. Weiter verlangt der Verband, die auf Verschiebebahnhöfe der Politik zurückgehenden Kostensteigerungen der Krankenversicherung endlich zu beenden. Um alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Krankenversicherung einzubeziehen, müssten zudem die Versicherungspflichtgrenze abgeschafft und die Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden.

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