Pipelinebau im Regenwald
NABU fordert von WestLB Rückzug vom umstrittenen Ölleitungsprojekt
Die WestLB beteuert dagegen, alle Umweltauswirkungen überprüft zu haben. In einer Erklärung heißt es: "Die Entscheidung für das Ölpipeline-Projekt in Ecuador basierte auf einem öffentlichen Prozess, in dem die Umweltbelange ausführlich erörtert wurden. Danach haben die Ecuadorianischen Behörden die erforderlichen Genehmigungen für den Bau der Pipeline erteilt. Dem Genehmigungsprozess lagen Gutachten von renommierten Instituten (Entrix, Smithsonian-Institute und The Netherlands Environment Evaluation Committee Advisory Group) zugrunde. Das finanzierende Bankenkonsortium hat darüber hinaus die Beratungsfirma Stone & Webster mit einer Überprüfung der Ergebnisse beauftragt. Alle Gutachten kamen zu einem positiven Ergebnis. Die Einhaltung und Umsetzung der Umweltstandards beim Bau und Betrieb der Pipeline wird auf Initiative der OCP sowie der ecuadorianischen Regierung durch Umweltexperten überwacht, zu denen auch Nichtregierungsorganisationen gehören."
Außerdem sei das Projekt für das hochverschuldete Land unverzichtbar. Durch die Pipeline könne es seine Erdölexporte mehr als verdoppeln mit zusätzlichen Einnahmen von über 2 Mrd. US$ pro Jahr. Die mit dem Bau der Pipeline verbundenen höheren Auslandsinvestitionen und zusätzlichen Exporteinnahmen führten zu einem Wachstumssprung und höheren Staatseinnahmen. nNach Auffassung des NABU hätten sich die bisherigen Beschwichtigungen des Pipeline-Konsortiums als reine Makulatur erwiesen. "Es ist doch grotesk, wenn sich selbst die Weltbank von einem Vorhaben distanziert, für das die Investoren mit der Einhaltung von Weltbank-Umweltstandards werben", so Heinrich.
Die geplante Trasse von der ecuadorianischen Westküste bis hinein in das Amazonasbecken führe zu einem gewaltigen Kahlschlag großer Teile des Regenwaldes, bedrohte Tiere wie der Jaguar oder das Schwarzbrust-Schneehöschen, eine Kolibriart, würden weiteren Lebensraum verlieren. Der NABU forderte die WestLB auf, ihren ganzen Einfluss geltend zu machen, damit der Planungsprozess noch einmal völlig neu aufgerollt wird. "Es ist kaum vorstellbar, dass die WestLB und das Land Nordrhein-Westfalen in ein solches umwelt- und entwicklungspolitisches Fettnäpfchen treten wollen", so Heinrich.
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Am 16. Jan. 2002 unter:
artenschutzStichworte:
« Deutschland ratifiziert Gesetz und regelt Zusammenarbeit
Umweltverbände fordern mit Umweltbundesamt andere Agrarpolitik »
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