Kanzlerkandidatur
Stoiber macht Wählerpunkte für CDU/CSU - Grüne erwarten harten Wahlkampf
Der Herausforderer Stoiber kann auch im direkten Vergleich mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Boden gut machen. Laut Umfrage würden jetzt 42 Prozent Schröder und 37 Prozent Stoiber direkt wählen. Dies sei der bislang beste Wert für Stoiber und der schlechteste für Schröder. Forsa befragte vom 11. bis 15. Januar für den aktuellen Trend 1502 Frauen und Männer.
Grünen-Chefin Claudia Roth vermisst das Christliche in der Politik von CSU-Chef Edmund Stoiber. Sie forderte den Unions-Kanzlerkandidaten am Mittwoch in Nürnberg auf, Farbe zu bekennen, wofür er stehe. Sie warnte Stoiber davor, einen Wahlkampf auf Kosten von Minderheiten zu führen. Wie "brandgefährlich" das werden könne, habe die hessische Kampagne zur doppelten Staatsbürgerschaft gezeigt, die zu einer Anti-Ausländer-Kampagne geworden sei. Dies wäre ein "mieser und kontraproduktiver Beitrag", sagte Roth auf der Klausurtagung der bayerischen Grünen-Fraktion.
Die Grünen-Politikerin Antje Vollmer erwartet mit dem Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) einen "ziemlich harten" Wahlkampf. Als Beispiel nannte sie am Mittwoch im Deutschlandfunk die Auseinandersetzung über die Integration von Einwanderern. Stoiber vertrete dazu innerhalb des konservativen Lagers eine "rechte Position". Diese werde er versuchen, populistisch in die Debatte zu werfen. Sie befürchte "Härten", die den Menschen nicht gut täten, sagte die Bundestagsvizepräsidentin. Zugleich betonte sie, die Grünen hätten keinen Anlass "geduckt" zu gehen. Die Partei habe während der Regierungsbeteiligung viel ereicht, so etwa den Atomausstieg oder den Einstieg in eine "Ökologisierung der Wirtschaft".
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Am 16. Jan. 2002 unter:
politikStichworte:
« Stoiber fordert Entgegenkommen bei Gesetzvorlage
Rot-rote Koalitionsvereinbarung unterzeichnet »
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