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Stoiber macht Wählerpunkte für CDU/CSU - Grüne erwarten harten Wahlkampf

Kanzlerkandidatur

Die Union liegt mit ihrem Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) in der Wählergunst jetzt klar vorn. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 41 Prozent. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage für die Zeitung "Die Woche". Die SPD liegt mit 36 Prozent deutlich dahinter. Dies sei das schlechteste Ergebnis der Sozialdemokraten seit Ende 1999. Auf die FDP entfielen sieben Prozent, auf die Grünen und die PDS je sechs Prozent. Demnach käme ein Bündnis von Union und FDP derzeit auf 48 Prozent Zustimmung. SPD, Grüne und PDS liegen gemeinsam ebenfalls bei 48 Prozent.

Der Herausforderer Stoiber kann auch im direkten Vergleich mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Boden gut machen. Laut Umfrage würden jetzt 42 Prozent Schröder und 37 Prozent Stoiber direkt wählen. Dies sei der bislang beste Wert für Stoiber und der schlechteste für Schröder. Forsa befragte vom 11. bis 15. Januar für den aktuellen Trend 1502 Frauen und Männer.

Grünen-Chefin Claudia Roth vermisst das Christliche in der Politik von CSU-Chef Edmund Stoiber. Sie forderte den Unions-Kanzlerkandidaten am Mittwoch in Nürnberg auf, Farbe zu bekennen, wofür er stehe. Sie warnte Stoiber davor, einen Wahlkampf auf Kosten von Minderheiten zu führen. Wie "brandgefährlich" das werden könne, habe die hessische Kampagne zur doppelten Staatsbürgerschaft gezeigt, die zu einer Anti-Ausländer-Kampagne geworden sei. Dies wäre ein "mieser und kontraproduktiver Beitrag", sagte Roth auf der Klausurtagung der bayerischen Grünen-Fraktion.

Die Grünen-Politikerin Antje Vollmer erwartet mit dem Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) einen "ziemlich harten" Wahlkampf. Als Beispiel nannte sie am Mittwoch im Deutschlandfunk die Auseinandersetzung über die Integration von Einwanderern. Stoiber vertrete dazu innerhalb des konservativen Lagers eine "rechte Position". Diese werde er versuchen, populistisch in die Debatte zu werfen. Sie befürchte "Härten", die den Menschen nicht gut täten, sagte die Bundestagsvizepräsidentin. Zugleich betonte sie, die Grünen hätten keinen Anlass "geduckt" zu gehen. Die Partei habe während der Regierungsbeteiligung viel ereicht, so etwa den Atomausstieg oder den Einstieg in eine "Ökologisierung der Wirtschaft".

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