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Amnesty international verurteilt scharf die Todesstrafe in USA

Menschenrechte

Die Menschenrechtsorganisation amnesty international hat erneut die Verhängung der Todesstrafe als Rechtspraxis in den USA scharf verurteilt. Die Hinrichtung von Straftätern sei ein "grausamer, verrohender" Akt und leiste keinen konstruktiven Beitrag zur Bekämpfung der Kriminalität, heißt es in von der deutschen ai-Sektion in Bonn veröffentlichten Pressemitteilung. Zudem komme es immer wieder in Verfahren, die mit einem Todesurteil enden, zu Fehlurteilen, warnt die Organisation weiter. Hintergrund ist der 25. Jahrestag seit der Wiederaufnahme der Hinrichtungen in den USA am 17. Januar 1977.

1972 hatte das Oberste Gericht der USA die Todesstrafe außer Kraft gesetzt, weil sich viele Verfahren als fehlerhaft und willkürlich erwiesen hatten, heißt es. Vier Jahre später wurde die Todesstrafe wieder zugelassen, nachdem in einigen Bundesstaaten die einschlägigen Gesetze reformiert worden waren. Seitdem wurden der Organisation zufolge in den USA 750 Delinquenten hingerichtet.

Nach Ansicht von amnesty international richte die Todesstrafe als Rechtspraxis schweren Schaden an und habe das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten beschädigt. Die USA sehe sich selbst als Hüter der Menschenrechte, so USA-Experte Sumit Bhattacharyya. Doch werde dieser Anspruch von der unnachgiebigen Verfolgung der Todesstrafe in den USA konterkariert. In einem Zeitraum, in dem mehr als 60 Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben, seien in den USA 750 Gefangene erschossen, vergast, gehängt, vergiftet oder auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet worden. 600 von ihnen allein seit 1990, erläuterte Bhattacharyya.

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