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Sondersitzung des Agrarausschusses zu Shrimpsskandal

Ernährung

Der Agrarausschuss des Bundestags befasst sich am Freitag mit dem jüngsten Lebensmittelskandal wegen antibiotikabelasteter Shrimps. Die Sondersitzung wurde nach Angaben einer Ausschusssprecherin auf Antrag der Unions-Fraktion einberufen. CDU-Agrarexperte Heinrich-Wilhelm Ronsöhr hatte Ernährungsministerin Renate Künast vorgeworfen, wegen nicht rechtzeitig erfolgter Warnung fahrlässig mit dem Schutz der Verbraucher umzugehen.

Die Union kritisiert vor allem, dass im Ministerium ein Schreiben der niederländischen Regierung zwei Wochen lang liegen geblieben war, dass vor der belasteten Lieferung warnte. Ein ähnlicher Fall im Zusammenhang mit der BSE-Krise hatte vor einem Jahr zum Rücktritt von Künasts Vorgänger Karl-Heinz Funke und der damaligen Gesundheitsministerin Andrea Fischer beigetragen.

Bei dem Skandal hatte eine Cuxhavener Fischmehlfabrik mehrere Tonnen Shrimps aus den Niederlanden gekauft, die mit dem wachstumsfördernden Antibiotikum Chloramphenicol belastet waren. Den verseuchten Schalentiere wurden etwa 1000 Tonnen Fischmehl beigemengt. Nur ein Bruchteil davon konnte noch sichergestellt werden. Der Rest war an sieben deutsche Betriebe gegangen, darunter vier Hersteller von Tierfutter. Ob eine Gesundheitsgefährdung für Menschen besteht, ist noch unklar.

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