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Banken: ab Mittwoch eine Milliarde Euro in Deutschland im Umlauf

Eurostart

Am ersten Handelstag mit Euro-Bargeld wandert das neue Zahlungsmittel in Deutschland immer zügiger in Verbraucherhände. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband rechnet damit, dass im Laufe des Mittwochs die Grenze von einer Milliarde in Deutschland im Umlauf befindlichen Euro überschritten wird. Der Einzelhandel bat Kunden und Verkäufer indes um Geduld. Da die Verbraucher massenhaft bunt gemischt mit Euro und D-Mark bezahlen würden, könne der Einkauf "etwas länger dauern", sagte Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr.

Nach Einschätzung des Euro-Koordinators des Sparkassen- und Giroverbandes, Reinhold Rickes, wird die Versorgung der deutschen Verbraucher mit dem neuen Euro-Bargeld in etwa zwei Wochen im wesentlichen abgeschlossen sein. "Ab dem 15. Januar" werde "der größte Teil" dieser Aufgabe abgewickelt sein, sagte Rickes. Er sehe die Banken und Sparkassen für die anstehenden Umtausch- und Bargeldwünsche der Privatkunden "gut gerüstet".

Pellengahr betonte, Verkäufer und Kunden müssten sich erst an das neue Geld gewöhnen. Mit langen Schlangen rechnete er jedoch nicht. Pellengahr empfiehlt, möglichst passgenau oder mit ec-Karte zu zahlen. Wer mit großen D-Mark-Scheinen kleine Beträge begleichen will, kann nicht auf Verständnis hoffen: "Wir wollen uns nicht als Wechselstube missbrauchen lassen", betont der Verbandsvertreter.

Zugleich versicherte Pellengahr, die Geschäfte würden bis Ende Februar weiter D-Mark annehmen. Eine gesetzliche Verpflichtung dafür besteht jedoch nicht. Seit 1. Januar ist der Euro das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel. Kunden können allerdings deswegen auch darauf bestehen, ihr Rückgeld in der neuen Währung zu erhalten. Bundesbank-Präsident Ernst Welteke erwartet in diesem Zusammenhang keine Umsatzeinbrüche aufgrund der Währungsumstellung. Einige Menschen würden wahrscheinlich zunächst abwarten und weniger Geld ausgeben: "Es wird aber auch das gegenteilige Verhalten geben. Ich habe auch schon bei mir selber beobachtet, dass man glaubt, es wäre alles um die Hälfte billiger geworden und somit eher geneigt ist, mehr Geld auszugeben. Diese psychologischen Effekte dürften sich ungefähr die Waage halten", meinte Welteke.

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