Rekordjahr
Windenergiebranche weiter im Aufschwung
Insgesamt waren Ende 2001 bundesweit mehr als 11 400 Anlagen mit einer Gesamtleistung von fast 8800 Megawatt installiert. Dadurch könnten nun mehr als drei Prozent des deutschen Stromverbrauches durch Windenergie gedeckt werden, betonte Molly. Das entspreche etwa vier Millionen Drei-Personen-Haushalten. Die Windenergieindustrie inklusive der Zuliefererindustrie sorgten inzwischen für rund 35 000 Arbeitsplätze mit ebenfalls steigender Tendenz, denn das erwartete Branchenwachstum von 20 Prozent schlage sich unmittelbar auf den Arbeitsmarkt nieder.
Erhebliches Wachstumspotenzial sieht die Branche im Export von Windkraft-Anlagen und im Bau von Off-Shore-Anlagen, die sich auf See befinden. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden von REpower Systems AG, Fritz Vahrenholt, könne die Exportquote von derzeit rund 20 Prozent bis 2005 auf 60 bis 70 Prozent ausgeweitet werden. Bei dem Ausbau von Off-Shore-Anlagen benötige die Industrie allerdings Starthilfen von Seiten der Politik, um im europäischen Wettbewerb nicht zu unterliegen. Der Geschäftsführer AN Windenergie, Norbert Giese, betonte, es müssten möglichst schnell einige Pilotprojekte mit jeweils rund 70 Anlagen verwirklicht werden. Im Falle eines Regierungswechsels im Herbst rechnet die Branche nicht mit Einschränkungen. Im Bereich der erneuerbaren Energien gebe es einen parteiübergreifenden Konsens.
Bundesumweltminister Jürgen Trittin wies auf die positiven umweltpolitischen Folgen des Ausbaus von Windenergie hin. Bereits heute würden dadurch 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Den Ausbau von Off-Shore-Anlagen unterstützte er ausdrücklich. Nach seinen Vorstellungen sollten bis 2010 auf See Anlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 3000 Megawatt und langfristig bis zu 25 000 Megawatt installiert werden.
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Am 22. Jan. 2002 unter:
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