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FDP will auch in Deutschland Embryonen verbrauchen

Stammzellen

Die FDP will neben dem Import menschlicher embryonaler Stammzellen (ES) auch die Gewinnung solcher Zelllinien in Deutschland erlauben. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Änderung des Embryonenschutzgesetzes stellten Fraktionschef Wolfgang Gerhardt und die FDP-Gentechnikexpertin Ulrike Flach am Mittwoch in Berlin vor. Zur Stammzellendebatte kommende Woche im Bundestag wollen die Liberalen den Entwurf zunächst in Form eines Antrags einbringen. Die FDP-Fraktion stehe nahezu vollständig hinter dem Antrag, sagte Flach. Vor der Debatte wolle man aber noch versuchen, auch die Unterstützung von Abgeordneten aus den anderen Fraktionen gewinnen.

Flach kritisierte es als aus ihrer Sicht falsche "Doppelmoral", wenn man den Import von ES-Zellen zwar erlauben wolle, die Gewinnung im eigenen Land jedoch nicht. Deshalb wolle die FDP erlauben, bei überzähligen Embryonen, die ursprünglich zum Zweck der Herbeiführung einer Schwangerschaft künstlich erzeugt worden sind, bis zum achten Tag nach der Kernschmelze Stammzellen zu entnehmen. Dasselbe soll dem Antrag zufolge gelten, "wenn derart gewonnene Stammzellen ohne Gewinnerzielungsabsicht veräußert, abgegeben, erworben oder verwendet werden". Beim Import soll eine Ethikkommission über die Gewährleistung dieser Bedingungen wachen.

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