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Bundesarbeitsgemeinschaft fordert mehr Unterstützung für Obdachlose

Wohnraum für Obdachlose

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe verlangt eine stärkere Unterstützung für Menschen, die auf der Straße leben. Gerade im Winter seien mehr individuelle Beratung und Hilfe notwendig, sagte der Geschäftsführer des Verbands, Heinrich Holtmannspötter. Neben einer umfassenden Beratung über ärztliche Behandlungen, Rechte und Ansprüche benötigten Obdachlose vor allem individuellen Wohnraum, sagte Holtmannspötter weiter. Sammelunterkünfte und Heime würden meist schlecht angenommen, weil viele dort bereits negative Erfahrungen etwa mit Schlägereien oder Diebstählen gemacht hätten. Holtmannspötter appellierte daher an Immobilieneigentümer, Wohnraum auch an Obdachlose zu vermieten. Städte und Gemeinden seien gefordert, eine "Ghettoisierung" und die Entstehung sozialer Brennpunkte zu vermeiden.

Viele der rund 450 000 Obdachlosen in Deutschland müssten ähnlich wie bei einer "Katastrophenhilfe" nehmen, was ihnen geboten werde. Die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen gingen aber meist weit darüber hinaus.

Um diese Aufgaben angemessen erfüllen zu können, müssten Städte und Gemeinden mehr Sozialarbeiter beschäftigen, verlangte Holtmannspötter weiter. Zwar räumte er ein, dass das Sozialwesen an mancher Stelle überlastet sei. An den Obdachlosen dürfe jedoch keinesfalls gespart werden. Sie seien am schlechtesten abgesichert und beanspruchten häufig nicht einmal Sozialhilfe.

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