Tierschutz

Bundesforst plant Schreiadler-Schutzprojekt

Der vom Aussterben bedrohte Schreiadler erhält in Vorpommern ein begrenztes Schutzgebiet. Nach Plänen der Bundesforstverwaltung sollen in einem rund 150 Hektar großen Waldgebiet ideale Lebensvoraussetzungen für den so genannten Pommernadler geschaffen werden. Das Projekt sei als Ausgleich zu der in Bau befindlichen Autobahn A 20 in Vorpommern geplant, sagte Burkhard Schneider vom Bundesforstamt Prora auf Rügen.

Das Vorhaben wird gegenwärtig mit der Autobahnbaufirma DEGES, Umweltverbänden und den betreffenden Gebietskörperschaften abgestimmt. Vorgesehen ist die Wiedervernässung des abseits gelegenen Waldgebietes. Die in Bundesbesitz befindliche Liegenschaft wurde zu DDR-Zeiten als Standort für ein Munitionsdepot genutzt.

Nach Angaben von Ornithologen brüten in Deutschland nur noch etwa 120 Schreiadlerpaare. Die von Kleinsäugern und Amphibien lebenden Raubvögel ziehen jährlich zwischen 50 und 70 Jungtiere auf.

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