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Verbraucher Initiative fordert Handy-Label

Handystrahlung

Die Verbraucher Initiative mahnt die rasche Einführung eines Handy-Labels an. Angesichts möglicher Gesundheitsrisiken durch die Handystrahlung hätten Verbraucherinnen und Verbraucher ein Recht darauf, zu wissen, in welchem Maße sie sich beim Mobiltelefonieren elektromagnetischen Wellen aussetzen.

Im Mittelpunkt einer Kennzeichnung müsse die vom Körper aufgenommene Strahlungsenergie stehen, kurz SAR-Wert genannt. Manche Mobiltelefone belasteten den Körper bis zu sechs mal mehr als andere. "Diese Unterschiede müssen transparent gemacht werden," fordert Ralf Schmidt, Umweltreferent der Verbraucher Initiative. Die Kennzeichnung sollte aber auch leistungsbezogene Aspekte aufgreifen.

Das schwedische Strahlungsinstitut SSI hat Mitte Januar als zweites Leitkriterium für ein Handy-Label, neben dem SAR-Wert, die Nutzleistung vorgeschlagen. Diese gibt an, wieviel der Strahlung die einzelnen Geräte tatsächlich für die Übertragung des Gesprächs nutzen und wieviel verpufft. Schmidt: "Mit einem derartigen Kombi-Label aus SAR-Wert und Nutzleistung wären leistungsfähige und dennoch strahlungsarme Mobiltelefone auf den ersten Blick erkennbar."

Als nicht ausreichend bewertet die Verbraucher Initiative die von den Herstellern seit Oktober letzten Jahres praktizierte Angabe des SAR-Wertes in der Betriebsanleitung. "Betriebsanleitungen werden erst nach dem Kauf gelesen, die Information erreicht den Kunden also zu spät," kritisiert Schmidt.

Fragwürdig erscheine auch die im Dezember gegenüber der Bundesregierung abgegebene Selbstverpflichtung zur Einführung einer verbraucherfreundlichen Handy-Kennzeichnung. Schmidt: "Ein solches Versprechen der Handy-Hersteller gab es bereits im August 2000. Eingelöst wurde es bis heute nicht."

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