Robin Wood
Atombehälter versagten bei Falltest
Recherchen der Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD haben ergeben, dass bei dem Transport erstmals wieder ein Behälter vom skandalträchtigen Typ NTL 11 zum Einsatz kommen soll. Der NTL 11 war vor vier Jahren aus dem Verkehr gezogen worden, weil mehrere Falltests mit dem Spezialcontainer gescheitert waren. Vorher waren die Behälter jahrelang bei Atomtransporten quer durch Europa im Einsatz, weil Tests mit Modellen und Computersimulationen von Unfällen keine Auffälligkeiten ergeben hatten. Inzwischen wurde der Behälter geringfügig überarbeitet und jetzt von den Behörden wieder zugelassen. Diese Zulassung basiert aber erneut lediglich auf Versuchen mit maßstäblich verkleinerten Modellbehältern und Computer-Berechnungen. Tests an Originalbehältern wurden aus Kostengründen nicht durchgeführt.
Da die Versuche mit echten Behältern zu teuer seien, sollten jetzt die Menschen in Hamburg und in anderen Städten an der Strecke quer durch die Republik zu Versuchskaninchen gemacht werden, so Bettina Dannheim, Strahlenbiologin und Energiereferentin von ROBIN WOOD. Bei jedem neuen PKW-Modell müssen Dutzende von Crashtests gemacht werden, bevor der Wagen zugelassen wird. Dass dies bei Containern für hochgefährlichen Atommüll unterlassen werde, zeige noch einmal in erschreckender Deutlichkeit, dass auch den rot-grünen Regierungen im Bund und in Schleswig-Holstein mehr an den wirtschaftlichen Interessen der AKW-Betreiber gelegen sei als am Schutz der Bevölkerung vor den Gefahren der Atomkraft.
ROBIN WOOD fordert die Absage des Atomzuges aus Krümmel, weil ein stichhaltiger Nachweis darüber fehle, dass der NTL 11 einem Unfall wirklich standhalte.
Grundsätzlich gelte, dass auch durch "reale" Belastungstests nicht ausgeschlossen werden könne, dass bei einem Unfall radioaktive Strahlung frei werde.
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Am 12. Feb. 2002 unter:
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