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Deutsche Luftfahrtindustrie will Wehrtetat von 26 Milliarden Euro

Rüstung

Eine Aufstockung des Wehretats um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr fordert der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). Ohne diese zusätzlichen Mittel drohe Deutschland in eine "Technologielücke" zu den USA zu fallen, sagte BDLI-Präsident Rainer Hertrich am Mittwoch in Berlin. Schon jetzt lägen die Investitionsausgaben mit einem Anteil von 20 Prozent am Haushalt des Verteidigungsministeriums deutlich unter dem NATO-Maßstab von 30 Prozent.

"Eine moderne und international einsetzbare Bundeswehr ist damit nicht zu haben", sagte Hertrich. Besonders der Afghanistan-Einsatz habe die Ausrüstungsschwächen der Bundeswehr deutlich gemacht. Das betreffe nicht nur die Unfähigkeit Deutschlands, mit eigenem Fluggerät die Truppen ins Einsatzgebiet zu bringen, sondern auch die durch technische Mängel begründete Ablehnung, die Führungsrolle bei dem Friedenseinsatz zu übernehmen. Um diese grundlegenden Defizite zu überwinden, müsse der Wehretat von derzeit 23,6 auf gut 26 Milliarden Euro aufgestockt werden.

Hertrich richtete zugleich den dringenden Appell an den Bundestag, beim geplanten militärischen Großraumtransporter Airbus A400M rasch die notwendigen Mittel bereit zu stellen. Noch im März müssten die ersten 5,1 Milliarden Euro freigegeben werden. Insgesamt will Deutschland 73 Maschinen für 8,6 Milliarden Euro anschaffen. Der A400M soll ab 2008 die veraltete Transall ablösen. Laut einer vom BDLI in Auftrag gegebenen Umfrage sprachen sich Ende 2001 rund 42 Prozent der Deutschen für höhere Verteidigungsausgaben aus. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 19 Prozent.

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