Transrapid

"Monitor" mit neuen Zweifeln am Gutachten

An der Machbarkeitsstudie für die beiden geplanten Transrapidstrecken in Nordrhein-Westfalen und Bayern gibt es erneut Zweifel. Der Verkehrswissenschaftler Gerd Aberle von der Universität Gießen kritisierte in einem am Mittwoch in Köln vorab veröffentlichten Gespräch mit dem WDR-Fernsehmagazin "Monitor" (Ausstrahlung am Donnerstag), die Ergebnisse beider Strecken seien "schön gerechnet" worden. Tatsächlich seien die Kosten in beiden Fällen höher als der wirtschaftliche Nutzen. Aberle ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesverkehrsministerium.

Aberle bemängelte gegenüber "Monitor", dass Fahrzeitgewinne der Fahrgäste gegenüber Auto oder Zug bei der Kosten-Nutzen-Analyse mit eingerechnet worden seien. Solche Zeitgewinne seien jedoch auf kürzeren Strecken wirtschaftlich nicht bewertbar und damit volkswirtschaftlich bedeutungslos. Rechne man sie heraus, liege das Kosten-Nutzen-Verhältnis für beide Projekte unter dem im Gutachten angegebenen. "Damit kippt die ganze Studie", sagte er. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Gutachter Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten Zahlen schön gerechnet.

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