Metallindustrie

IG Metall sieht keinen Grund für Lohnzurückhaltung im Osten

Die IG Metall sieht keinen Grund für eine Lohnzurückhaltung in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie. Die Forderung von 6,5 Prozent sei angemessen und bezahlbar, sagte der 2. Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters. Allein im vergangenen Jahr habe die Branche ein Produktionswachstum von fast zehn Prozent erreicht. Der Umsatz sei sogar um zwölf Prozent gestiegen, betonte der Gewerkschafter.

Zugleich kündigte Peters weitere Initiativen zur Arbeitszeitverkürzung an. Die IG Metalle werde es auf Dauer nicht zulassen, dass die Arbeitnehmer in Ostdeutschland für weniger Geld länger arbeiten müssen. Im Osten haben die Metaller eine 38-Stunden-Woche, im Westen eine 35-Stunden-Woche.

Nach Gewerkschaftsangaben stiegen die Gewinne in der Metall- und Elektroindustrie von einer halben Milliarde Euro 1993 auf heute 27 Milliarden Euro. Während 1993 Löhne und Gehälter 27 Prozent der Kosten ausmachten, sind es gegenwärtig knapp 19 Prozent. Eine Tarifsteigerung um 6,5 Prozent würde zu einer Erhöhung der Gesamtkosten von einem Prozent führen.

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