Kokain-Affäre

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schill und Zeugen

In der Kokain-Affäre um Innensenator Ronald Schill ermittelt jetzt die Hamburger Staatsanwaltschaft. Das Ermittlungsverfahren gegen Schill wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sei nach der Vernehmung eines Zeugen eingeleitet worden. Dieser hatte Schill zuvor in der ARD-Sendung "Panorama" stark belastet, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Ermittelt wird auch gegen den Zeugen selbst, der vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt hatte. Schill hatte nach Ausstrahlung der Sendung Anzeige gegen Unbekannt wegen übler Nachrede und falscher Verdächtigung erstattet. Der Zeuge hatte behauptet, Schill habe sich nach dem Hamburger Wahlsieg im vergangenen September weißes Pulver auf das Zahnfleisch gerieben.

Um die Drogenvorwürfe zu entkräften, hatte sich Schill vor einer Woche einem Haartest unterzogen. Der Kokaintest fiel negativ aus, wie das Münchner Institut für Rechtsmedizin bestätigte.

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