Flughafenausbau Berlin

Neues Schönefeld-Gutachten warnt vor Vielzahl von Risiken

Die Bürgerinitiative gegen den Flughafenausbau meldet: In einem bereits im November 2001 angefertigten, bislang unveröffentlichten gebliebenen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages über "Verkehrspolitische und wirtschaftliche Aspekte des Projekts 'Flughafen Schönefeld' unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens und von eventuellen Nachtflugbeschränkungen und Passagiergebühren" kommt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages zu einer katastrophalen Einschätzung der Prognose eines ausreichend rentabel zu betreibenden Flughafens Berlin Brandenburg International BBI am Standort Schönefeld.

Die Vielzahl der Risiken für Privatisierung, Bau und Betrieb des künftigen BBI seien in der Wahl eines ungeeigneten, bereits im Raumordnungsverfahren von 1994 ausgeschiedenen, Standorts begründet. "Die Risiken, die im Zusammenhang mit der gestärkten Verhandlungsmacht des Alleinanbieters zusammenhängen, könnten durch einen Alleingang der öffentlichen Hand umgangen werden. Allerdings ergeben sich dabei neue Risiken, was die Professionalität der Projektplanung , -abwicklung und eventuellem erneutem Verkauf oder z.B. Verpachtung anbetrifft."

"Wenn schon im bisherigen Verfahren enorme Defizite angehäuft wurden, die eine Privatisierung der BBF und das Gesamtprojekt beeinträchtigen, so ist bei Fortsetzung des Projekts in öffentlicher Hand nicht ausgeschlossen, das am Ende ein Ergebnis mit einem noch größeren Defizit resultiert, das ebenfalls schwer zu veräußern sein wird", bescheinigt die Studie.

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