Stammzellen

Enquetekommission mehrheitlich gegen PID

Die Enquetekommission des Bundestag "Recht und Ethik in der modernen Medizin" lehnt die so genannte Präimplantationsdiagnostik (PID) mehrheitlich ab. Das bestätigte die Kommissionsvorsitzende Margot von Renesse. Bei der abschließenden Beratung sprachen sich demnach 16 Mitglieder der Kommission dafür aus, dass bestehende Verbot von PID beizubehalten. Eine Zulassung zumindest in Einzelfällen für vertretbar halte dagegen lediglich eine Minderheit von drei Kommissionsmitglieder. Die genauen Empfehlungen zur PID gehen den Angaben zufolge in ein eigenes Kapitel im Schlussbericht der Enquetekommission ein. Dieser werde voraussichtlich im Mai oder Juni der Öffentlichkeit vorgelegt.

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung begrüßte das Votum der Enquetekommission. Es handele sich dabei um eine selektive Untersuchungsmethode, die als Verstoß gegen das Menschenwürdekonzept der Verfassung zu werten sei, betonte der Vorsitzende der Bundesvereinigung, Robert Antretter. Zudem sei die PID auch aus medizinischer Sicht problematisch. Antretter appellierte an die Abgeordneten des Bundestags, sich der Mehrheitsmeinung der Enquetekommission anzuschließen.

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