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Wieder mehr Unternehmenspleiten in Deutschland

Wirtschaft

Die anhaltende Konjunkturflaute hat im vergangenen Jahr erneut zu einem Anstieg der Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland geführt. Insgesamt hätten 49 600 Firmen Insolvenz angemeldet, teilte der Verband der Vereine Creditreform am Dienstag in Düsseldorf mit. Dies bedeute eine Steigerung von 18,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2000. Verglichen mit den übrigen Ländern Westeuropas, die eine Zunahme der Konkurse von durchschnittlich sechs Prozent verzeichnet hätten, sei dies ein überproportional hohes Wachstum.

In den Ländern der Europäischen Union sowie in Norwegen und der Schweiz seien im vergangenen Jahr knapp 200 000 Unternehmenspleiten gezählt worden, erklärte der Verband. Nur fünf Staaten hätten eine positive Entwicklung verbucht. Prozentual am kräftigsten sei die Zahl der Insolvenzen in den Niederlanden (49,1 Prozent), Dänemark (34,2 Prozent) und Irland (33,1 Prozent) gestiegen.

Für dieses Jahr erwartet der Verband zunächst keine Besserung. Es sei nicht auszuschließen, dass die Kreditkosten für mittelständische Unternehmen anstiegen, hieß es. Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten und der weiteren Konsolidierung der Kapitalmärkte und Kreditinstitute sei 2002 in Westeuropa mit einem Anstieg der Insolvenzfälle auf etwa 210 000 zu rechnen.

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