Terrorbekämpfung
ABC-Abwehrkräfte der Bundeswehr fliegen nach Kuweit
Die Einheit soll nach Presseberichten in Kuwait mit amerikanischen Spezialeinheiten eine Übung zur Aufklärung von atomaren, biologischen und chemischen Verseuchungen absolvieren. 70 Fahrzeuge der Bundeswehr, darunter zehn ABC-Spürpanzer des Typs "Fuchs", sind auf dem Seeweg unterwegs zur arabischen Halbinsel. Das Bundesverteidigungsministerium wollte keinerlei genaue Angaben machen.
Die USA unterhalten seit dem Golfkrieg von 1991 gegen den irakischen Präsidenten Saddam Hussein in Kuwait einen Stützpunkt. Die deutschen ABC-Kräfte nehmen an der Katastrophenschutzübung laut Absprache mit den Amerikanern und dem Beschluss des Bundestages vom 16. November vergangenen Jahres im Rahmen der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" teil.
Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hatte auf die Frage, ob der Einsatz der Spezialkräfte der Bundeswehr auf der arabischen Halbinsel mit einem möglichen Vorgehen der USA gegen den Diktator Hussein zusammenhänge, geantwortet: "Nein". Er hatte aber auch erklärt, die Übung sei "Vorbereitung für den nicht absehbaren, aber auch nicht ausschließbaren Fall, dass es unter Nutzung biologischer oder chemischer Waffen zur Bedrohung der Bevölkerung kommen könnte". Es sollte Vorsorge gegen terroristische Angriffe getroffen werden.
Nach der Übung, die bis Anfang März dauern soll, werde der Großteil der Soldaten nach Deutschland zurückkehren und in einen "hohen Bereitschaftszustand" versetzt. Das Gerät und ein Kontingent von 50 Soldaten bleiben auf der arabischen Halbinsel. Der Spürpanzer "Fuchs" ist ein einzigartiges rollendes Labor, das in Sekundenschnelle atomare, biologische und chemische Kampfstoffe nachweisen kann. Der Irak steht im Verdacht, über solche Massenvernichtungswaffen zu verfügen.
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Am 06. Feb. 2002 unter:
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