Transrapid

Zahlen für NRW und Bayern "schöngerechnet"?

Wesentliche Zahlen der Machbarkeitsstudie für die zwei Transrapid-Strecken in Nordrhein-Westfalen und Bayern sind nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch einen Tag vor Übergabe der Dokumente an Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) "schöngerechnet" worden. Die Gutachter hätten die Studie an mehreren Stellen so korrigiert, "dass ein deutlich positiveres Ergebnis herauskam, als Vorstudien ergeben hatten", heißt es in der Zeitung.

Belegen lasse sich dieser Umstand anhand von Dokumenten, die von der Internet-Seite des Verkehrsministeriums heruntergeladen werden könnten. Dabei werde erkennbar, dass noch am Sonntag, 20. Januar, das Zahlenwerk "erheblich umgeschrieben" worden sei. Die Fläche, die im Metrorapid für Stehplätze zur Verfügung stehe, sei von 86 auf 98 Quadratmeter gewachsen und die Zahl der Stehplätze von 172 auf 196 erhöht worden. Ebenso hätten die Gutachter "warnende Formulierungen" über die Umweltauswirkungen des Projekts sowie über mögliche Verluste gestrichen, die der Schwebezug einfahren könnte.

NRW-Verkehrsminister Ernst Schwanhold (SPD) hatte die Kurzfassung der Studie vor zwei Wochen an die Landtagsabgeordneten verschickt. Eine autorisierte und vollständige Fassung liegt bisher nicht vor. Nach massiver Kritik hatte sich Schwanhold am Montag bereit erklärt, eine nicht autorisierte Version den Fraktionen im NRW-Landtag zu übergeben. Schon vor Übergabe des Gutachtens hatten sich Bayern und Nordrhein-Westfalen gegenseitig vorgeworfen, Zahlen in der Studie schön gerechnet zu haben.

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