Guatemala
amnesty beklagt schwere Menschenrechtsverletzungen in Guatemala
amnesty führt als Beispiel das Verschwinden des Unternehmers Edgar Ordóñez im Mai 1999 an. Seine verstümmelte Leiche sei kurz danach gefunden worden. Recherchen seines Bruders Hugo hätten ergaben, dass Angehörige der Armee Edgar Ordóñez ermordeten, weil die kleine Ölraffinerie der Ordóñez-Brüder den Interessen des Militärs widersprochen hätte.
Das Militär habe Hugo Ordóñez Hilfe bei der Suche nach seinem Bruder angeboten, allerdings unter der Bedingung, dass dieser als Herausgeber einer Zeitung jegliche regimekritische Berichterstattung unterlasse. Hugo Ordóñez habe eingewilligt. Doch die Ermittlungen seien im Sande verlaufen. Schliesslich kam er, so amnesty, zu der Einsicht, dass die "Hilfe" der Militärs eine gezielte Aktion war, um ihn von seinen Nachforschungen abzubringen. Hugo Ordóñez sei schließlich ins Ausland geflohen.
amnesty beklagt, dass Verantwortliche in Guatemala nicht für die unzähligen Menschenrechtsverletzungen während des Bürgerkriegs zur Verantwortung gezogen werden. Zum Teil seien sie heute in einflussreichen Positionen tätig. "Die Straflosigkeit ebnet den Weg für neue Menschenrechtsverletzungen", betont die Menschenrechtsorganisation und weist darauf hin, dass in Guatemala auch gefährdet ist, wer gegen die Straflosigkeit kämpft.
"Solange das guatemaltekische Justizsystem nicht mit internationalen Standards in Einklang gebracht wird, ist in Guatemala kein wirklicher und nachhaltiger Friedensprozess möglich", meint die Menschenrechtsorganisation.
amnesty international fordert die guatemaltekischen Behörden auf, die Elemente des Friedensabkommens umzusetzen, die Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Das Schicksal der "Verschwundenen" müsse aufgeklärt werden.
Weiterhin verlangt die Organisation, die Opfer von Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch durch Sicherheitskräfte zu entschädigen und ein Schutzprogramm für ZeugInnen und JuristInnen einzurichten, die sich gegen die Straflosigkeit einsetzen. Schließlich seien die "Todesschwadrone", private Armeen und paramilitärische Truppen aufzulösen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
