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Gewerkschaft der Polizei streitet um Freigabe weicher Drogen

Haschisch aus der Apotheke?

In der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gibt es Streit um einen freien Verkauf so genannter weicher Drogen wie Haschisch und Marihuana in Apotheken. Während GdP-Vize Bernhard Witthaut gegenüber dem Magazin "Focus" die Ansicht vertrat, "die Abgabe von Cannabis muss begrenzt legalisiert werden", betonte GdP-Chef Konrad Freiberg, die Polizeigewerkschaft sei "ganz deutlich" gegen eine Legalisierung oder die staatliche Abgabe von Drogen.

Witthaut hatte gefordert, die Polizei solle sich auf die Verfolgung harter Drogen wie Kokain und Heroin konzentrieren. Eine festgesetzte Menge Drogen für den Eigenbedarf, beispielsweise ein Gramm Haschisch, solle straffrei gestellt werden, sagte Witthaut weiter.

Gleichzeitig müsse den Konsumenten ein legaler Zugang zu den Drogen ermöglicht werden, um kriminelle Händlerstrukturen zu zerschlagen. "Dafür würden sich Apotheken anbieten, die den Verkauf von Joints zu festen Preisen und unter staatlicher Kontrolle übernehmen könnten", sagte Witthaut. Er plädierte für einen Preis von zwei Euro je Gramm Haschisch, schließlich dürfe der Apothekenverkauf nicht zum lukrativen Geschäft werden. In der illegalen Szene koste ein Gramm derzeit sieben bis acht Euro.

GdP-Chef Freiberg machte indes deutlich, dass dies nicht Meinung seiner Organisation sei. Dazu gebe es "seit vielen Jahren einen feststehenden Beschluss" der Polizeigewerkschaft. Anlass für eine neue Diskussion darüber sehe er nicht, betonte Freiberg und fügte hinzu: "Wir haben genug Drogen und brauchen keine weiteren."

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