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4000 Ärzte im Visier der Justiz

Bestechungsskandal

In den Bestechungsskandal um einen Pharma-Konzern sind nach Angaben der Münchner Staatsanwaltschaft etwa 4000 Klinikärzte verwickelt. Gegen rund 3500 Ärzte wurde bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorteilsnahme eingeleitet, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Manfred Wick am Montag mitteilte. Etwa 500 Ermittlungsverfahren stehen den Angaben zufolge noch bevor.

Die Ärzte sollen bis zu 50 000 Mark (26 000 Euro) an Zuwendungen von dem Pharmaunternehmen SmithKline Beecham Pharma erhalten haben. 2200 Verfahren wurden bereits eingestellt, weil es sich nur um Zuwendungen bis zu 1000 Mark (510 Euro) handelte.

Insgesamt habe es etwa 5800 einzelne Zahlungen an Ärzte in Krankenhäusern oder öffentliche Einrichtungen gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Außerdem habe die Firma Reisen zu Formel-1-Rennen und zum Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Paris, finanziert. Die Ärzte sollten im Gegenzug Medikamte des Pharmaunternehmens verwenden.

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