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Erfolgreicher Start des ersten privaten Fernzugs

InterConnex Gera-Rostock

Der InterConnex Gera-Rostock läuft offensichtlich auf Erfolgsschienen. Die Startphase der ersten privat betriebenen Zugfernverbindung in Deutschland sei außerordentlich positiv verlaufen, sagte der Sprecher der Connex Verkehrs GmbH, Andreas Winter. Seit am 1. März die tägliche Direktverbindung zwischen Ostthüringen und der Ostseeküste eröffnet wurde, erfreue sich der InterConnex einer wachsenden Nachfrage von Reisenden. "Wenn der Trend anhält, erreichen wir schon Ende März eine Auslastung von 50 bis 60 Prozent und damit die Wirtschaftlichkeit", sagte Winter. Ursprünglich sei das Management davon ausgegangen, diese Schwelle erst nach mehreren Monaten zu schaffen.

Schon jetzt zeichne sich ab, dass der InterConnex rund um die Osterfeiertage voll besetzt sein wird. Für die Hälfte der etwa 200 Plätze werden Fahrkarten im Zug verkauft, die andere Hälfte werde per Reservierung angeboten. "An manchen Reisetagen ist dieses Kontingent heute schon ausgebucht", sagte Winter. Überhaupt beobachte man an der Telefon-Hotline ein großes Interesse für langfristige Reservierungen. Um alle Nachfragen von Reisenden zum neuen Zugangebot und die Buchungen bewältigen zu können, habe Connex sein Team im Call-Center verstärkt und zusätzliche Leitungen geschaltet.

Der Fernzug Gera-Rostock macht Halt in zwölf Städten, unter anderem in Leipzig, Berlin und Neustrelitz. Für die 475 Kilometer lange Strecke benötigt der InterConnex fünf Stunden und 14 Minuten. Mit der Deutschen Bahn AG (DB) brauchen Reisende im Durchschnitt mit zwei- bis viermaligem Umsteigen dafür zwischen sieben und acht Stunden. Auch das Preisangebot der DB liegt um das Doppelte über dem Grundpreis von 31,95 Euro des privaten Verkehrsbetriebes.

Der InterConnex ist das erste Fernverkehrsangebot der Connex Verkehrs GmbH, die zum französischen Mischkonzern Vivendi gehört. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mit sechs regionalen Betrieben und Bahnstrecken bundesweit größter privater Anbieter im Schienenpersonennahverkehr. Das Unternehmen plant auch weitere Fernverbindungen, beispielsweise zwischen Ballungs- und Urlaubsgebieten. "Hauptproblem ist jedoch der Fahrzeugpark", sagte Winter. Kurzfristig seien weder gebrauchte noch neue Triebfahrzeuge in Deutschland zu bekommen.

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