Windows gegen Lindows

Gericht zieht Microsoft-Marke "Windows" in Zweifel

Microsoft ist mit seinem Versuch gescheitert, eine einstweilige Verfügung gegen das Softwareunternehmen Lindows.com wegen Verletzung der Markenrechte zu erwirken. Brisant dabei ist die Begründung von Richter John Coughenour. Der Vorsitzende des United States District Court des Western District of Washington in Seattle bezweifelt, dass "Windows" als ein Wort der Alltagssprache geschützt werden könne. Trotzdem will Microsoft den Anspruch auf den Markennamen weiterhin vor Gericht vertreten.

"Es besteht die schwerwiegenden Frage, ob Windows ein nicht-generischer Name ist und daher unter dem US-Markenrecht schutzwürdig sei", schrieb Coughenour in seiner Begründung. Damit zieht der Richter allerdings auch die wichtigste Marke des Softwarekonzerns in Zweifel. Ein Gerichtstermin für die endgültige Verhandlung zwischen den beiden Unternehmen wird in zwölf bis 18 Monaten erwartet. Bis dahin darf Lindows, das ein Linux-Betriebssystem mit Windows-Oberfläche entwickeln will, den Namen weiter verwenden.

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