Ver.di-Forderung

Ost-Löhne sollen bis 2007 auf Westniveau steigen

Das Lohnniveau im Öffentlichen Dienst in den neuen Ländern muss bis 2007 auf Westniveau gebracht werden. Das forderte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, am Sonntag im Deutschlandfunk. Ver.di habe mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und den ostdeutschen SPD-Ministerpräsidenten die Übereineinkunft erzielt, "die Angleichung Ost an das Brutto-Monatslohn-Niveau West bis zum Jahr 2007 vollziehen zu wollen". Dies sei eine "wichtige Vorentscheidung für die nächste Tarifrunde", fügte Bsirske hinzu. Jetzt gehe es darum, "den Worten auch Taten folgen zu lassen". Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst stehen im Herbst an.

Nach Ansicht des ver.di-Chefs läuft es darauf hinaus, dass in den nächsten fünf Jahren die Lohnabschlüsse für die neuen Länder im Öffentlichen Dienst Jahr für Jahr zwei Prozent höher sein müssten als im Westen. Anders komme man nicht von 90 auf 100 Prozent vom Brutto, sagte Bsirske. Es liege jetzt am Kanzler und an den Ministerpräsidenten, dass diese Übereinkunft "nicht einfach nur eine Sprechblase gewesen ist, sondern eine klare Orientierung, die letztlich im Rahmen der Richtlinienkompetenz dann auch Bindewirkung entfaltet".

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