Tropenholz-Protest

Sägewerk-Eigentümer stellt Greenpeace Ultimatum

Am siebten Tag des Greenpeace-Protests in einem Sägewerk im ostwestfälischen Preußisch Oldendorf haben sich die Fronten verhärtet. Der Eigentümer stellte der Umweltschutzorganisation am Montag ein Ultimatum: Wenn die Aktivisten das Gelände nicht bis Mittwoch um 17 Uhr verlassen haben, wolle er einen Strafantrag stellen, sagte eine Greenpeace-Sprecherin. Dann werde die Polizei das Anwesen räumen. Die Aktivisten wollen allerdings nach Angaben der Sprecherin das Ultimatum nicht beachten.

Der Eigentümer der besetzten Holzfirma hatte am Montagmorgen offenbar versucht, in Eigenregie sein Gelände zu räumen. Mit einem Seitenschneider durchtrennte er mehrere Greenpeace-Ketten, die seinen Holzverlade-Kran am Boden fixierten, wie die Sprecherin weiter berichtete. Damit korrigierte sie erste Angaben, wonach der Unternehmer versucht habe, angekettete Aktivisten loszuschneiden.

Die besetzte Firma ist nach Greenpeace-Angaben einer der größten deutschen Tropenholzverarbeiter. Nach dem Willen der Umweltschützer soll das Unternehmen nur noch Holz aus ökologischem Waldbau verarbeiten.

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