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Ehemalige Kriegsgegner gründen Hilfsgemeinschaft

Kosovo

Wenige Tage vor dem Abschluss des UN-Programmes zur Ernährungshilfe im Kosovo am 31. März haben sich sechs einheimische Hilfsorganisationen in einem "Konsortium für inter-ethnische Entwicklung" zusammengeschlossen. Das aus drei serbischen und drei albanischen Organisationen bestehende Konsortium geht auf eine Gemeinschaftsinitiative von CARE International und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zurück.

Carsten Völz, Südosteuropa-Koordinator von CARE Deutschland, unterstreicht den Pilotcharakter des Vorhabens.Erstmals habe sich eine gemischt-ethnische Gruppe bereit erklärt, zum Wohle der gesamten kosovarischen Bevölkerung zusammenzuarbeiten. Noch vor einem halben Jahr schien es kaum vorstellbar, dass serbische und albanische Organisationen sich gemeinsam an einen Tisch setzten.

Ziel des Konsortiums ist es, den nachhaltigen Wiederaufbau des Landes auch nach Abzug der UN-Hilfsorganisationen voranzutreiben. Besonderes Augenmerk soll dabei der Gesundheitsversorgung, der landwirtschaftichen Entwicklung, inter-ethnischer Jugendarbeit und sozialer Wohlfahrt für benachteiligte Gesellschaftsgruppen gelten. Bei allen Projekten stehen Toleranz, Versöhnung und Dialog zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern im Mittelpunkt.

CARE leistet seit 1997 humanitäre Unterstützung und Wiederaufbauhilfe im Kosovo. Traumabewältigung und Konfliktprävention nehmen dabei eine zentrale Stellung ein. Das erfolgreiches Projekt zur Betreuung vom Krieg traumatisierter Kinder habe, so Völz, bereits den Weg gewiesen. Die Gründung einer einheimischen Hilfsgemeinschaft, der Serben und Albaner gleichermaßen angehören, war uns deshalb ein besonderes Anliegen.

CARE wird dem Konsortium für inter-ethnische Entwicklung bei der Umsetzung seiner Ziele auch weiterhin in beratender Funktion zur Seite stehen. Für seine Arbeit ist CARE auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen.

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