98 Tonnen Schuhcreme in Lagern

Rechnungshof-Rüge für Bundeswehr

Der Bundesrechnungshof rüffelt die Bundeswehr wegen übertriebener Schuhpflege. Die Behörde forderte das Verteidigungsministerium am Freitag auf, "grundsätzlich" die Vorratshaltung an handelsüblichen Ausrüstungsartikeln zu überprüfen. Auslöser war nach Angaben der Bundestagstagspressestelle ein Lagerbestand von 98 Tonnen schwarzer Schuhcreme beim Wehrbereichsbekleidungsamt III.

Die Menge entsprach dem Bedarf aller Soldaten des Wehrbereichs für sechs Jahre. Die Beschaffung weiterer Schuhcreme sei bereits vorgesehen gewesen und erst durch einen Hinweis des Prüfungsamtes gestoppt worden.

Das Verteidigungsministerium sagte nach Angaben des Bundestages zu, Überbestände abzubauen. Auch solle die Beschaffungsmenge künftig durch Datenverarbeitung ermittelt werden, hieß es im dem Bericht des Rechnungshofes. Nicht mehr benötigte Artikel oder solche, deren Reichweite das Jahr 2005 übersteigt, sollen ausgesondert werden.

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