headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Die Ostermärsche der Friedensbewegung haben Tradition

In Deutschland seit 1960

Wegen der militärischen Einsätze in Afghanistan und einer drohenden Ausweitung des Anti-Terror-Kampfes rechnen die Organisatoren von Ostermärschen in diesem Jahr mit einer größeren Beteiligung als in den vergangenen Jahren. Die Ostermärsche haben eine lange Tradition. In Deutschland fand der erste Ostermarsch 1960 statt. Zuerst von Anhängern eines religiös motivierten Pazifismus initiiert, versammelten sich bald viele Friedensbewegte zur ersten basisdemokratischen Massenbewegung. Die Zahl der Teilnehmer stieg von rund 1000 im ersten Jahr auf 50 000 im Jahr 1963. Im Jahr 1968 beteiligten sich vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung über die Notstandsgesetze über 300 000 Menschen an der "Kampagne für Demokratie und Abrüstung".

Neuen Zulauf erhielten die Ostermarschierer im Zuge der NATO-Nachrüstung Anfang der 80er Jahre. An den größten Friedensdemonstrationen seit Nachkriegsende beteiligten sich Ostern 1983 rund 700 000 Menschen. Mit dem Zerfall des Ostblocks und dem Ende des Kalten Krieges nahm das Interesse an den Ostermärschen aber deutlich ab. In den vergangenen Jahren waren es oft nur noch wenige tausend Teilnehmer. Die umstrittene Beteiligung deutscher Soldaten an dem NATO-Kampfeinsatz gegen Jugoslawien vor drei Jahren ließ die Zahl der Demonstranten wieder etwas steigen.

Ihren Ursprung hatte die Bewegung in den 50er Jahren in Großbritannien. Unter der Regie des britischen Philosophen Lord Bertrand Russel marschierten 1958 zum ersten Mal Friedensaktivisten vom britischen Atomforschungszentrum Aldermaston zum Trafalgar Square in London. Der viertägige Marsch von Karfreitag bis Ostersonntag gegen atomare Aufrüstung begründete eine Tradition, die sich auch auf dem europäischen Festland fortsetzte.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!