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Handelsbetriebe zufrieden - 250.000 Arbeitsplätze in Deutschland gesichert

Dosenpfand

Getränkehandel, Brauereien und die Deutsche Umwelthilfe e.V. ziehen eine positive Bilanz Pfands für Getränkedosen: "Durch die Einführung des Dosenpfands werden in Deutschland 250.000 Arbeitsplätze langfristig gesichert", so Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels. "Allein der auf Mehrweg setzende Getränkefachgroßhandel beschäftigt 51.000 Mitarbeiter bundesweit". Der Behauptung von Hermann Franzen (BDH) vom Wochenende, das Dosenpfand würde 10.000 Arbeitsplätze kosten, widersprach Guder entschieden.

Franzen hatte behauptet, insbesondere kleine Einzelhändler müssten schließen, das Zwangspfand sei ein gigantisches Existenzvernichtungsprogramm. Das Gegenteil ist der Fall: "Gerade die Kleinbetriebe setzen überwiegend auf Mehrweg. Deren Existenz wird durch die Dumping-Preispolitik der großen Einzelhandelskonzerne ruiniert, die Einweg als Instrument im Vernichtungswettbewerb einsetzen. Die Großformen des Handels setzen fast vollständig auf Einweg. Durch das vom OVG-Urteil bestätigte Dosenpfand werden sich gerade kleine Betriebe entscheiden, ganz auf Getränke in Einweg zu verzichten", so Guder.

Wolfgang Brügel, Vorsitzender des Verbands des Deutschen Getränke-Einzelhandels, begrüßt die neuen Regelungen, durch welche die Bedingungen für Einweg-Verpackungen denen für Mehrweg angeglichen werden: "Das Dosenpfand wird einen erheblichen Schub für Mehrweg bringen und im Getränke-Einzelhandel rund 100.000 Arbeitsplätze sichern." Roland Demleitner, Geschäftsführer des Bundesverbandes mittelständischer Privatbrauereien, verwies auf die Bedeutung des Mehrwegsystems für die bundesdeutschen Brauereien: "Über 95 Prozent der kleinen und mittelgroßen Betriebe füllen ausschließlich in Mehrweg ab. Dosenabfüllanlagen sind für sie nicht zusätzlich finanzierbar, mit Dumpingpreisen verdrängen die Großbrauereien die umweltfreundlichen Regionalbrauereien." So betrug im vergangenen Jahr der Mehrverkauf der 0,5 Liter Bierdose 6,8 % oder 154,26 Millionen Stück.

Für die Deutsche Umwelthilfe e. V. widersprach deren Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch schließlich der Behauptung, der Verbraucher müsste zukünftig höhere Kosten für seine Getränke bezahlen. "Die Mehrkosten pro Einwegverpackung liegen bei 0,9 Cent, wenn überhaupt. Allerdings ist das Dosenpfand dreimal so hoch wie das Pfand auf Mehrweg. Wer also zukünftig Getränke in Mehrweg kauft, zahlt an der Kasse weniger."

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