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DGB: Unternehmen sollen mehr ausbilden

Entgegen Zusagen weniger Ausbildungsplätze

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Unternehmen auf, mehr Ausbildungsplätze bereitzustellen. Entgegen ihrer Zusage im Bündnis für Arbeit hätten die Firmen die Zahl ihrer Ausbildungsplätze nicht erhöht, sondern sogar zurückgeschraubt, sagte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am Freitag in Berlin. Die Suche nach einem Ausbildungsplatz dürfe aber nicht Jahr für Jahr zu einer Zitterpartie für die Betroffenen werden. Probleme gebe es vor allem in Ostdeutschland. Dort sei im vergangenen Jahr die Zahl der Lehrstellensuchenden knapp zehn Mal höher gewesen als die Zahl der Plätze, während im gesamten Bundesgebiet auf 100 unbesetzte Stellen 83 Bewerber kamen. Zwar nähmen viele ostdeutsche Jugendliche Lehrstellen im Westen an, dies werde jedoch nach 2006 einen erheblichen Fachkräftemangel im Osten nach sich ziehen, prophezeite Sehrbrock.

Das DGB-Vorstandsmitglied beklagte, dass durch die Ausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen im Osten ein "Zwei-Klassen-System" herrsche. Während nur 26 bis 28 Prozent der Jugendlichen nach einer außerbetrieblichen Ausbildung einen regulären Arbeitsplatz finden, sind dies bei einer betrieblichen Ausbildung zwei Drittel. Um den Makel abzuschaffen, müsse die außerbetriebliche Ausbildung besser in das System integriert werden, forderte Sehrbrock. Mittelfristig müsse das gesamte System neu gestaltet werden und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher Qualifizierung und Hochschule verbessert werden.

Die Schulen forderte Sehrbrock auf, besser über die berufliche Vielfalt zu informieren. Die Jugendlichen konzentrierten sich nach wie vor auf wenige Berufe. Mehr als die Hälfte der jungen Männer wählen zehn Berufe, bei den Frauen sind es 37,4 Prozent. Spitzenreiter bei den Männern sind Kfz-Mechaniker, gefolgt vom Maler und Lackierer, Tischler und Elektroinstallateur. Bei den Frauen liegt Bürokauffrau vorn, es folgen Kauffrau im Einzelhandel, Friseurin und Arzthelferin.

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