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Patientenverband befürwortet Versandhandel mit Medikamenten

Erleichterung und Kostensenkung

Der Allgemeine Patienten-Verband (apv) begrüßt Regierungspläne, den Arzneimittelhandel über das Internet zuzulassen. "Dadurch können die Kassen erhebliche Kosten einsparen", sagte der apv-Vorsitzende Christian Zimmermann in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Zudem bringe der Versandhandel vor allem für chronisch Kranke eine Erleichterung. Allerdings müsse sicher gestellt sein, dass der Versand von geprüften Apothekern verantwortet werde und die Patienten weiterhin eine sachgerechte Beratung in Anspruch nehmen könnten.

Bei einem freien Medikamentenhandel ohne die Kontrolle durch eine entsprechende Internetapotheke bestehe die Gefahr, dass der Patient weder das richtige Medikament noch die richtige Dosis bekomme. Zimmermann verwies auf Berichte über Betrügereien in der Dritten Welt und den USA, wo teils statt Markenartikeln Placebo-Pillen versendet würden.

Die Apothekerverbände starteten am Freitag eine Initiative gegen den Versandhandel mit Medikamenten. Sie warnen davor, dass der Internetversand die flächendeckende, wohnortnahe Versorgung gefährde und dabei die Beratung der Patienten wegfalle.

Zimmermann wandte ein, dass eine Beratung auch per Telefon oder E-Mail möglich sei. Meist holten Patienten in Apotheken ohnehin nur die Medikamente ab, die der Arzt zuvor verschrieben hat. Er teile allerdings Befürchtungen, dass bei einer Umstellung auf den Versandhandel gerade auf dem Land vorübergehend Probleme bei der Versorgung entstehen könnten.

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