Fahndung

Durchsuchungsaktion gegen Terrorbewegung "Al Tawhid"

Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe hat in mehreren Städten Deutschlands Wohnungen und Objekte von elf mutmaßlichen Mitgliedern der sunnitisch-palästinensischen Terrorbewegung "Al Tawhid" durchsuchen lassen. Die Aktion des Bundeskriminalamtes in insgesamt 19 Objekten in Essen, Düsseldorf, Krefeld, Berlin, München, Hamburg, Nürnberg und anderen Städten hätten früh morgens begonnen, teilte der Generalbundesanwalt mit.

Die Verdächtigen seien polizeilich überprüft und vernommen worden. Es wurden mehrere Computer, Disketten, Fälschungsutensilien, gefälschte Pässe und schriftliche Unterlagen beschlagnahmt. Laut Bundeskriminalamt standen die Durchsuchungen in keinem Zusammenhang mit dem Anschlag auf Djerba.

Die mutmaßliche terroristische Zelle hatte sich nach Erkenntnissen der Ermittler um den 36-jährigen Palästinenser Yaser H. aus Essen gebildet. Er ordnet sich den Angaben zufolge selbst der ideologisch-religiös ausgerichteten Bewegung "Al Tawhid" zu, die auf der Grundlage eines aggressiv-militanten islamistischen Fundamentalismus den weltweiten "Jihad" fördere. Die in Deutschland agierende Zelle ist nach Erkenntnissen der Ermittler in ein internationales konspiratives Netz eingebunden, das unter anderem die logistische und finanzielle Unterstützung sichere.

Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass die Zelle mit der Planung von Anschlägen in Deutschland begonnen habe. Bisher sei sie jedoch überwiegend mit der Fälschung von Pässen sowie Spendensammlungen und Schleusungen so genannter Kämpfer befasst gewesen. Yaser H. gehöre zu den führenden Köpfen der deutschen Zelle. Er unterhalte vielfältige Beziehungen zu Kontaktleuten in ganz Deutschland.

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