Verfassungsschutz

Drastischer Anstieg rechtsextremistischer Homepages

Rechtsextremisten nutzen nach Informationen des Verfassungsschutzes in Nordrhein-Westfalen zur Verbreitung ihrer Propaganda immer häufiger das Internet. Die Zahl der Internet-Seiten deutscher Rechtsextremisten sei auf über 1300 gestiegen, sagte Landesinnenminister Fritz Behrens. Dies seien gut 500 mehr als im Vorjahr. Gegenüber 1999 habe sich das Angebot sogar vervierfacht. Der drastische Anstieg sei Besorgnis erregend und zeige die wachsende Bedeutung, die das Internet zur Vernetzung und Mobilisierung rechtsextremer Gruppen besitze, unterstrich Behrens.

Die Aufmachung der Seiten habe mitunter professionelles Niveau und solle vor allem Jugendliche ansprechen, berichtete der Minister. Dazu gehörten aufwändige Begrüßungseffekte, Spiele, Chatrooms, Online-Radios und Internetfernsehen. Rückwärts gewandtes, rassistisches Denken trete in einer High-Tech-Verpackung auf und sei oft nicht mehr auf Anhieb erkennbar, warnte Behrens. Zudem sei das Internet ein zentrales Vertriebsmedium für Musik und Kleidung für die rechtsextremistische Szene geworden.

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