Bis 2007

Chemie-Gewerkschaft will gleichen Lohn in Ost und West

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) will für die Beschäftigten in der ostdeutschen Chemie in fünf Jahren West-Entgelte erreicht haben. "Wir fordern die Angleichung der Tarife in Schritten", sagte Werner Bischoff, Tarifvorstand der IG BCE, in der Dienstagausgabe der "Leipziger Volkszeitung". Derzeit bekommen die Ost-Chemie-Beschäftigten rund 84 Prozent des West-Niveaus. Der Wunsch sei sehr nachdrücklich, "diese Ungerechtigkeit bei der Bezahlung zu beseitigen", sagte Bischoff.

Der Gewerkschafter erhofft von den Arbeitgebern, "dass sie ihre Beschäftigten in der Frage der Angleichung nicht im Regen stehen lassen". Die Forderung sei schließlich auch wirtschaftlich gerechtfertigt. Die chemische Industrie im Osten habe in den letzten Jahren immer ein ausgesprochen gutes Ergebnis ausgewiesen, sagte Bischoff. Gemeinsam mit den Arbeitgebern seien zu Beginn der 90er Jahre die tarifpolitischen Grundlagen gelegt worden, "dass wir jetzt die Kontinuität in der wirtschaftlichen Entwicklung und eine Stabilisierung bei den Beschäftigtenzahlen erreicht haben". Deshalb wolle die Gewerkschaft die prozentuale Angleichung "verbindlich bis 2007 unter Dach und Fach haben".

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